Landarbeiterinnen und Bauern sind PARAQUAT schutzlos ausgesetzt.

Handschuhe und Schutzbrillen bleiben für die meisten LandarbeiterInnen eine Wunschvorstellung.
Die meisten Vergiftungsopfer fordert PARAQUAT unter Landarbeiterinnen und Bauern, die das Pflanzengift auf den Feldern und Plantagen ungeschützt versprühen müssen. Eine angemessene Schutzkleidung, wie sie für den Gebrauch von PARAQUAT vorgeschrieben wäre, steht den meisten Anwendern in Entwicklungsländern nicht zur Verfügung.
Oft können sich die LandarbeiterInnen Schutzkleider, -brillen und -masken aufgrund der hohen Anschaffungskosten nicht leisten, oder sie sind über die Risiken nicht genügend informiert. Zudem ist das Tragen der schweren Schutzkleidung im tropischen Klima für zahlreiche Anwender nicht praktikabel. An diesen Tatsachen änderten auch jahrzehntelange Informationskampagnen der Pestizidindustrie nichts.
Erhebungen in Entwicklungsländern zeigen, wie viele LandarbeiterInnen dem Gift schutzlos ausgesetzt sind: In Vietnam tragen 85 Prozent der PARAQUAT-Anwender keine Handschuhe, 89 Prozent haben keine Schuhe oder Stiefel, und 56 Prozent müssen mit Sprühgeräten arbeiten, die leck sind.